Small Talk

Aber ganz small, denn unser Töchterchen ist gerade in der „Verlust“ Phase. Kaum verlässt man den Raum, geht umgehend der „Alarm“ los. Deswegen lass ich euch heut‘ nur ein kleines Liedchen da – dafür aber ein richtig Gutes!
[ Ok, jetzt wisst ihr auch, daß ich gerne funky beats mag 😉 ]

Torun

Torun stand aufeinmal da, hinter ihm seine Frau und sein Enkelkind. Ich hab ihn erst garnicht bemerkt, das ist so wenn ich mit Pfeil und Bogen bin – da blende ich alles aus, was in diesem Moment nicht wichtig ist. Das ist dann wirklich so ziemlich alles, abgesehen von dem Punkt, wo der Pfeil hin soll. Egal… Torun. Torun ist über 70 und kommt aus der Türkei, genauer gesagt aus dem Osten der Türkei – es gibt dort einen schönen See, der nicht so weit von seinem Heimatort entfernt ist. Er vermisst seine Heimat, je älter er wird – mit jedem Tag ein bisschen mehr, so sagt er. Torun weiss sehr viel über das Bogenschiessen und das weiss er in wenigen Worten zu vermitteln – ganz entspannt und meistens ganz ohne irgendwelche Fachbegriffe.
Seinen ersten richtigen Bogen bekam er von seinem Großvater als er 12 Jahre alt war.
Torun ist Moslem und er glaubt an Gott. Ich glaube nicht an Gott. Torun sieht das anders – ich wüsste es nur noch nicht. Wir reden viel über Gott und Glauben, eigentlich mehr als über das Bogenschiessen an sich. Das gehört für Torun dazu. Das ist ok für mich, ich lerne. Ich nenne das Glück.

— Der Weg zum Ziel ist das Paradies. —

Sandmännchen-Kämpfe und andere Hobbys

Endlich mal wieder ein bisschen Zeit meinen Blog zu pflegen – sagt man doch so, oder?
Einen Monat ist das schon wieder her – verdammt!

Tja, da hab ich doch wirklich mit die letzten Fotos von unserer Murksi hier hochgeladen, jetzt ist sie weg.
War aufeinmal nicht mehr da. Für meine Frau war das ganz schlimm, ist sozusagen ihr Kätzchen gewesen (für mich war das jetzt aber auch nicht so ganz leicht). Und dann verschwindet die Katze und geht sterben, wie das alte Katzen manchmal so tun. Die Ungewissheit, ob und wie und überhaupt – nee, schön ist wirklich etwas anderes.

Zwischendurch hat unsere Kleine angefangen zu krabbeln – jetzt, so zwei Wochen später, werden die ersten Gehversuche unternommen! Glücklicherweise ist irgenwann mal irgendjemand auf die Idee gekommen einen Mini-Kerker, auch Laufstall genannt, zu bauen.
Ja, ok – hört sich jetzt vielleicht was brutal an, aber das ist auch so, denn es kann manchmal echt zehrend sein mit so ’ner Wuselmaus am Start. Ob das Haus jetzt Kindersicher (was ein furchtbares Wort) ist oder nicht, ist eigentlich egal. Denn man muss eigentlich immer ein Auge drauf haben.
Außerdem möchte sich Madame auch unterhalten. Keine Ahnung was ö(o)hm, mümi oder b(a)reuuft bedeuten – egal, es wird herzlich gelacht.
Nur einschlafen will sie nicht, es wird jeden Abend ein, zwei Stunden mit dem Sandmännchen gekämpft 🙂
Aber das geht vollkommen ok, ohne Hobbys ist das Leben ja langweilig.

Die erste große Liebe?

Humanismus im kleinen, absurdes Geschwafel und anderes Glück

Ganz klein, so wirklich – richtig unterste Schublade der Kommunikation. So richtig Netzwerk Basis sozusagen, also vom Niveau her, also dann doch eher niveaulos. Quotes, wie man ja heute sagt, auf dem Weg zur Erleuchtung. Die Weisheit haben wir eh mit Löffeln gefressen, ach cool bleiben – die Suppenkelle gezückt. Duell unter der Sonne mit Sand im keyboard. Nirvana wir kommen! Seiner Existenz Bedeutung gebend – irgendwie. Man ist wer – nur halt nicht der, der man ist. Meistens eher bitter als süß – nicht, daß ich etwas gegen bitter hab, ich mag ja auch Orangenmarmelade… wo war ich… ach so, ja… quotes und so. Hab ich auch. Vielleicht sogar geklaut – keine Ahnung. Schön anzusehendes Bildchen? Nee, heute nicht!

Ich glaube an die Dummheit. Ich bin Realist.

Ich denke (oweia! auch das noch!) damit bin ich ganz gut bedient!